Musikland Tirol

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Konzerte 2004
Idee, Gestaltung und Organisation: Manfred Schneider


Barockfest

im Rahmen der Ausstellung "Claudia von Medici"
10./11. Juli
Tiroler Landeskonservatorium/Konzertsaal
Batolomeo Selma y Salaverde (1580c-1638c)
Canzoni, Fantasie et Correnti da suonar . , Venedig 1638
Ars Antiqua Austria Leitung: Gunar Letzbor
Salaverde stammt aus Spanien. Während der Jahre 1628 bis 1630 wirkte er als Fagottist in der Hofkapelle Erzherzog Leopolds zu Innsbruck. In seinem berühmten in Venedig erschienen Sammelwerk mit Instrumentalkompositionen weist er im Titel auch stolz auf seine Innsbrucker Stellung und damit auch auf die enge Verknüpfung der Stücke mit der Innsbrucker Hofkapelle hin. Der Druck eines der wenigen aus spanischer Feder stammenden und erhalten gebliebenen reinen Instrumentalwerke aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts enthält insgesamt 57 Kompositionen, darunter Canzonen, Fantasien, Correnten und Ballette. Das zum Teil stark beschädigte zweite Stimmbuch wurde von Thomas Engel rekonstruiert. Damit wird es erstmals möglich, einen repräsentativen Querschnitt aus Salaverdes überaus origineller und für die Entwicklung der Instrumentalmusik bedeutsamer Sammlung zu vermitteln und auf CD zu dokumentieren.


Tyrolienne

Tiroler Bauernhochzeit
31. Juli/1. August, jeweils 20 Uhr
Tiroler Landeskonservatorium/Konzertsaal
Vokalensemble des Ferdinandeums, Stubenmusik des Ferdinandeums, Bläserensemble
Hochzeitsmesse, zusammengestellt aus dem Repertoire Südtiroler Kirchensinger, Hochzeitlieder und instrumentale Volksmusik des frühen 19. Jahrhunderts zur Tiroler Bauernhochzeit


Tiroler Tage für Kirchenmusik

Veranstalter: Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck in Zusammenarbeit
mit der Musiksammlung des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
14./15. August (14.8. 19 Uhr, 15.8. 20 Uhr)
Stift Stams/Basilika
Benedikt Anton Aufschnaiter(1665-1742)
Messe Nr. 1 und 2 aus Alaudae V sive Sacra V, op. VI (1711)
und zwei Marienoffertorien aus Aquila clangens exaltata sive Duodena Offertoria, op. VII (1719)
Eine Messe Aufschnaiters wird auch zur Liturgie am 15. August, dem Patroziniumstag der Stamser Basilika, gespielt.
Neue Innsbrucker Hofkapelle Dirigent: Detlef Bratschke
Dorothee Mields, Maria Erlacher, Sopran, Bernhard Landauer, Bernhard Schafferer, Beat Duddeck, Altus, Christophe Einhorn, Tenor, Ralf Ernst, Colin Mason, Bass, Tiroler Posaunenensemble, Andreas Lackner, Herbert Walser, Trompete, Charlie Fischer, Pauke, Gambenensemble (Armin Bereuter), Violinensemble (6 Violinen)
Benedikt Anton Aufschnaiter stammt aus Kitzbühel. 1705 wurde er zum Hof- und Domkapellmeister des Fürsterzbischofs von Passau ernannt. In dieser geachteten Stellung avancierte Aufschnaiter zu einem der bedeutendsten Kirchenkomponisten seiner Zeit. Er schreibt selbst an seinen Dienstherrn, dass es weltkundig sei, daß kein Kapellmeister so viel Compositiones, sonderlich in stylo ecclesiastico gemacht habe wie er. Aufschnaiters Messen sind insbesondere Beispiele dafür, mit welch eindrucksvoller Klangpracht sich zu seiner Zeit kirchliche Festlichkeit manifestierte.


Innsbrucker Hofmusik

Liebeslieder der Renaissance
28./29. August,
jeweils 20 Uhr
Tiroler Landeskonservatorium/ Konzertsaal
Neue Innsbrucker Hofkapelle Dirigent:
Detlef Bratschke

Jörg Waschinski, Sopran, Bernhard Landauer, Beat Duddeck, Altus, Bernhard Schafferer, Altus, Christophe Einhorn, Tenor, Colin Mason, Wolf Matthias Friedrich, Bass, Andreas Arend, Laute und Theorbe. Gambenensemble (A.Bereuter)
Jakob Regnart (1540c-1599)
Kurtzweilige teutsche Lieder zu dreyen Stimmen nach art der Neapolitanen oder welschen Villanellen, Nürnberg 1576
Newe kurtzweilige teutsche Lieder mit fünf Stimmen, Nürnberg 1580
Jakob Regnart entstammt einer niederländischen Musikerfamilie. Er stand gleich vielen niederländischen Musikern zeitlebens in Habsburgischen Diensten. 1582 wird er als Vizehofkapellmeister nach Innsbruck berufen. Drei Jahre später erlangt er hier die Stellung des Hofkapellmeisters Erzherzog Ferdinands von Tirol. Nach dem Tod des Tiroler Landesherrn im Jahr 1595 kehrte Regnart an die kaiserliche Hofkapelle nach Prag zurück, wo er bereits vor seinen Innsbrucker Jahren den Dienst des Vizehofkapellmeisters versah.
Jakob Regnart wurde besonders durch seine Gesellschaftslieder eine internationale Berühmtheit. Erzherzog Ferdinand schätze dieses Genre und so erschien wohl unter seinen Auspizien die erste Gesamtausgabe von Regnarts dreistimmigen Liedern 1683 bei Adam Berg in München. Jedenfalls gehörte dieses im späten 16. Jahrhundert in ganz Europa populäre Liedrepertoire sicherlich zum fixen Bestandteil der Hoffeste auf Schloss Ambras.


Musica sacra

Blasius Amon "Tyrolensis"
4./5. September (verschoben auf 14./15. August 2005)
Stift Stams/Basilika
Neue Innsbrucker Hofkapelle Dirigent: Detlef Bratschke
Jörg Waschinski, Sopran, Bernhard Landauer, Altus, Christophe Einhorn, Tenor,
Colin Mason, Wolf Matthias Friedrich, Bass, Gambenensemble (A. Bereuter),
Andreas Arend. Theorbe und Laute
Blasius Amon ist einer der bedeutendsten Komponisten in Tirols überaus beachtlicher Musikgeschichte. Amon wurde um 1560 in Hall in Tirol geboren. Trotz seiner kurzen Lebenszeit er verstarb 1590 in Wien, hinterließ er eine stattliche Anzahl an Kirchenkompositionen von denen sechs umfangreiche Sammlungen im Druck erschienen, darunter Messen und Motetten. Zeitgenossen bewunderten diese Werke vor allem wegen ihrer herausragenden künstlerischen Qualität. Amon galt als einer der größten Kontrapunktisten seiner Zeit und im Wiener Nekrologium steht über ihn geschrieben, dass er ein derart ausgezeichneter Musiker war, daß Deutschland niemanden ihm zur Seite stellen konnte. .




Tiroler Weihnachtskonzert

Weihnachtsmusik aus Tiroler Pfarrkirchen und Klöstern
18./19. Dezember
Tiroler Landeskonservatorium/Konzertsaal
Tiroler Weihnachtsmusik aus dem späten 18. Jahrhundert.
Werke u.a. von Edmund Angerer und Josef Alois Holzmann
Kammerorchester des Ferdinandeums
Maria Erlacher, Constanze Backes, Sopran, Bernhard Landauer, Altus, Christophe Einhorn, Tenor, Ralf Ernst, Bass, Margret Köll, Harfe